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Olympische Spiele 2024 – Aktueller Stand der Qualifikationen

Die Olympischen Sommerspiele 2024 rücken immer näher und die Spannung steigt, wer Deutschland dieses Jahr vor Marseille vertreten darf.

Die erste wichtige Hürde war die Nationenqualifikation von World Sailing (WS). In allen 10 olympischen Segeldisziplinen wurde ein Nationenstartplatz ersegelt. Bei den meisten Disziplinen war dieser schon länger sicher, nur die 49er FX und 49er machten es spannend. Bei der „Last Chance“ Regatta in Hyères erkämpften beide schlussendlich ihr Ticket.

Es gibt noch weitere Kriterien seitens des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die maßgebend sind, welche Sportlerinnen und Sportler letztendlich nach Marseille fahren. Damit soll sichergestellt werden, dass eine Leistungsperspektive, also eine Medaillenchance, gegeben ist. Dazu wurden bestimmte Events festgelegt, in deren Rahmen Punkte gesammelt werden können. Die Norm ist erfüllt, wenn die Sportlerinnen und Sportler nach diesen Regatten unter den ersten zehn Nationen sind und mindestens neun Punkte gesammelt haben. Sollten mehrere Teams dieses Ziel erreicht haben, erhält das Team mit der besten Punktebilanz die finale Nominierung.

Erfüllung der DOSB Norm und Interne Qualifikation

Es gibt jeweils drei Regatten pro Bootsklasse bei denen die Frage entschieden wurde, wer Deutschland bei den Olympischen Spielen vertreten darf.

Im 470er Mixed gab es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen mehreren Teams. Aus dem Olympiakader hatten drei Teams (Winkel/Winkel, Diesch/Markfort, Wanser/Autenrieth) ihr Auge auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen geworfen. Aber auch der Perspektivkader stellte starke Konkurrenz (Löffler/Hoerr).  Bei der WM auf Mallorca konnten alle Teams Punkte sammeln, wobei sich Diesch/Markforkt mit ihrem 4. Platz einen Vorsprung sicherten. Anfang April folgte die Trofeo Princesa Sofia bei der die deutschen 470er Teams eine geschlossen starke Leistung zeigten (u.a. 3. Platz Winkel/Winkel, 4. Platz Diesch/Markfort, 5. Platz Löffler/Hoerr). Bei der Europameisterschaft in Cannes vom 04.-12.05. fiel am Finaltag die Entscheidung. Simon Diesch und Anna Markfort setzten sich im internen Rennen durch.

Im Nacra 17 segeln Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer ohne deutsche Konkurrenz, müssen aber trotzdem die Mindestanforderungen für die DOSB Nominierung erfüllen. Punkte konnten sie sich bereits letztes Jahr mit einem 7. Platz bei der Weltmeisterschaft in Den Haag und einem 6. Platz bei der Europameisterschaft in Vilamoura sichern. Das dritte und letzte Event im Rahmen der Nominierungen war die Trofeo Princesa Sofia auf Mallorca, bei der sie nach einem gelungen Start in die Serie letztendlich auf dem 8. Platz landeten.

Die ILCA 6 haben schon alle drei Events in diesem Jahr bestritten. Bei den ersten beiden Events, der WM in Mar del Plata und der EM in Athen, konnte aber keine der Athletinnen Punkte mit nach Hause nehmen konnte. Bei der Trofeo Princesa Sofia sicherte sich Julia Büsselberg den 6. Platz. Im ILCA 7 konnten Philipp Buhl und Nik Aaron Willim wertvolle Punkte bei der WM 2023 in Den Haag und der WM 2024 in Adelaide sammeln. Bei der Trofeo Princesa Sofia, entschied Philipp Buhl mit einem 2. Platz das Rennen um die Olympia-Quali für sich. Nik Aaron Willim beendete die Regatta mit 193 Startern auf dem 11. Platz.

Die iQFOiL-Klasse feiert in diesem Jahr ihre olympische Premiere. Für die Männer hatte Sebastian Kördel bei der WM 2023 in Den Haag neben der Silbermedaille bereits den Startplatz für Deutschland gesichert. Theresa Steinlein konnte Ende Januar bei der WM auf Lanzarote das begehrte Nationenticket für die Frauen erkämpfen. Bei den darauffolgenden iQGames in Cadizvom 04.-09.03. konnte sie mit einem 2. Platz auch ihr persönliches Punktekonto füllen. Sebastian Kördel gelang es, trotz einer unglücklichen Verletzung während des Rennens bei Starkwind-Bedingungen, ebenfalls Punkte mitzunehmen. Beim letzten entscheidenden Event, der Trofeo Princesa Sofia, zeigte Theresa Steinlein Nerven und beendetet die Regatta auf dem 6. Platz. Sebastian Kördel hingegen hatte zu kämpfen. Doch mit seiner Punktlandung auf dem 18. Platz erfüllt er ebenfalls die Qualifikationsbedingungen.

Auch die Formula Kite-Klasse ist neu bei den Olympischen Spielen dabei. Leonie Meyer hat bereits bei der EM im letzten Jahr in Portsmouth Punkte gesammelt, während Jannis Maus das Olympiaticket für die Männer gesichert hat. Bei der EM in Spanien konnte Jannis Maus sich mit einem 8. Platz einen Vorsprung vor Florian Gruber (17. Platz) sichern. Sowohl für die Frauen, als auch die Männer gab es bei der Trofeo Princesa Sofia die Möglichkeit weitere Punkte zu sammeln . Leonie Meyer schloss das Event mit einem 3. Platz ab, Jannis Maus (6. Platz) erhöhte seinen Vorsprung auf Florian Gruber (10. Platz). Die WM in Hyères, welche vom 11.-19.05. stattfand, brachte die Entscheidung wer zu den Olympischen Spielen fahren darf. Für die Frauen wird Leonie Meyer an den Start gehen, bei den Männern erfüllt Jannis Maus die Kriterien für die Teilnahme bei den den Olympischen Spielen.

In einem spannenden Krimi erkämpften sich die 49er FX und die 49er ihr Nationenticket. Im 49er FX war schon davor klar wer dieses letztendlich nutzen darf. Die erste wichtige Entscheidung konnten Bergmann/Wille mit einem 4. Platz bei der EM in Vilamoura im letzten Jahr für sich gewinnen. Bei der WM auf Lanzarote vom 04.-10.03. hatten dagegen Hofmann/Bartelheimer mit einem 7. Platz ihre Nase vorne. Das letzte Qualifikationsevent für beide Klassen war ebenfalls die Trofeo Princesa Sofia auf Mallorca. Bergmann/Wille zeigten mit dem 5. Platz ihre Nervenstärke und sicherten sich die Teilnahme bei den Olympischen Spielen.

Die offizielle Nominierung durch den DOSB erfolgt dann am 25.06. Detailliertere Informationen über den Nominierungsprozess finden Sie in den DSV Nominierungskriterien für Paris 2024.

 

 

 

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